pictures & traces

Spuren sind keine Fehler. Sie sind das Gedächtnis der Dinge.

Was das Auge sieht, ist selten das Ganze. pictures & traces sucht das Verborgene im Sichtbaren – die Energie in der Pflanze, das Leuchten in der Maschine, die Seele im Beton. Jedes Werk beginnt mit einem echten Moment: einer Kugeldistel im Morgenlicht, einer Seifenblase gegen den Abendhimmel, einer Taube aus Farbe und Putz, dem Schweigen eines Windrades in der Nacht. Und dann geht es weiter – in ein anderes Spektrum, eine andere Wahrheit.

Das Projekt ist eine Begegnung zwischen klassischer Kunstfotografie und New Pop Art, zwischen dem Analogen und dem Digitalen, zwischen dem, was man kennt, und dem, was man noch nicht gesehen hat. Selbstgefertigte Linsen, bewusst gebrochene Farbharmonien und gezieltes Spiel mit Lichtspektren machen die Spuren der Bilder sichtbar – übertrieben, greifbar, unübersehbar.

Serie // pictures & traces

Serie 70 / Selection

Die Serie zeigt Bilder im Format 120 cm (lange Seite) mal 70 cm (kurze Seite). Dieses Format wurde bewusst gewählt. Es ist ein Bruch mit den „üblichen“ Formaten wie 3:2 (1,50), 4:3 (1,33), 16:9 (1,77) oder 69:56 (1,23) oder 89:56 (1,59). Sie kennen diese Formate als Kleinbild, Fernsehen, Breitbild oder Mittelformat. Das 12:7-Format mit einem Verhältnis von 1,71 wurde gewählt, weil es eine andere Sichtweise erzwingt, die sehr gut zur Architektur passt. Das menschliche Auge „streift“ unbewusst über das Format und beschäftigt sich mit den Details. Dieser Effekt wird durch das sanfte, aber gezielte Brechen oder Manipulieren der üblichen Farbharmonien noch verstärkt. Auch dieses Format bricht mit den gängigen Regeln von Bernoulli oder dem Goldenen Schnitt. Vielmehr provoziert der Schnitt das menschliche Auge. Das Unterbewusstsein bemerkt, dass etwas „falsch“ ist, und bindet den Betrachter unbewusst an das Bild, um herauszufinden, woran das liegt. Dies soll den Betrachter dazu bringen, unwillkürlich länger im Bild zu verweilen.

Warum „Serie 70“?
120 / 1.714 = 70 !

Warum Echtdruck auf FujiCrystal & Acryl statt Baryt & Matt?
Die Belichtung und Verarbeitung wurden einerseits aufgrund der Motive und andererseits wegen des Spiels mit Farbwelten gewählt. Die Kombination maximiert die Detaildichte und verfeinert die Konturen, was beides das Thema „Architektur“ unterstreicht.

Der erhöhte Dynamikumfang und differenziertere Farbverläufe unterstreichen das Spiel mit Farbharmonien. Und schließlich wird der Tiefeneffekt und die Plastizität des Ganzen durch 4 mm Acrylglas verstärkt. Praktischer „Nebeneffekt“ – die Bilder werden weniger empfindlich und eignen sich daher besser für öffentliche Räume wie Praxen oder Büros.

Serie // Stuttgart @ Midnight